ZPA | ZUKUNFTSPERSPEKTIVE AUSBILDUNG

Projekt zur Erhöhung der Ausbildungsbeteiligung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Die Beteiligung von jungen Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund an betrieblicher Ausbildung ist noch immer gering. Jugendliche aus Zuwandererfamilien finden selbst bei gleichwertigen Schulabschlüssen schwerer einen Ausbildungsplatz.

Ziele von ZPA:
Das Projekt „Zukunftsperspektive Ausbildung“ (ZPA) zielt darauf ab, die Ausbildungsbeteiligung genau dieser Jugendlichen zu erhöhen. Der Übergang von der Schule in die Ausbildung wird in diesem Projekt systematisch unterstützt.

 

Die Maßnahme „Zukunftsperspektive Ausbildung (ZPA)“ stellt ein niedrigschwelliges Angebot im Vorfeld von Berufswahl, Ausbildung und Qualifizierung dar.

Aufgrund ihrer persönlichen Situation (bspw. Fluchthintergrund, fehlende Orientierung im deutschen Ausbildungs- und Beschäftigungssystem, fehlende Motivation zur Aufnahme einer Ausbildung in einem unbekannten Ausbildungssystem) kann ein Teil junger Flüchtlinge, bei denen die Schulpflicht erfüllt ist, noch nicht direkt in Ausbildung integriert oder u. a. im Rahmen einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme qualifiziert werden (§§ 51ff. SGB III). Im Rahmen der Maßnahme sollen diese jungen Flüchtlinge für eine Ausbildung, Einstiegsqualifizierung oder für eine berufliche Qualifizierung motiviert und schrittweise an den
Ausbildungsmarkt herangeführt werden (§ 16 Absatz 1 SGB II i. V. m. § 45 Abs. 1 Nr. 1 SGB III).

Ziel ist es, den jungen Flüchtlingen Orientierung im deutschen Ausbildungs- und Beschäftigungssystem zu geben, ihnen ausreichende Kenntnisse über Zugangswege, Aufbau und Funktionsweise des deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes zu vermitteln, damit sie eine eigenständige Berufswahlentscheidung treffen können und vorrangig eine Ausbildung aufnehmen..

Die Wochenstundenzahl beträgt grundsätzlich einschließlich eines ggf. vorgeschriebenen Berufsschulunterrichtes 39 Zeitstunden ohne Pausen und orientiert sich grundsätzlich an der individuellen Leistungsfähigkeit und dem individuellen Entwicklungspotential der Teilnehmenden.

Die Maßnahme ist geeignet für

  • junge Menschen unter 25 Jahren, insbesondere auch junge Frauen, die perspektivisch eine berufliche Ausbildung anstreben;
  • junge Asylbewerber oder Geduldete mit Arbeitsmarktzugang;
  • junge Menschen mit Behinderungen

 

Themenfelder der Maßnahme sind u.a.

  • Das intensive Kennenlernen des deutschen Berufsausbildungs- und Beschäftigungssystems und betrieblicher Arbeitsabläufe mit Schwerpunkt auf den Metallberufen sowie kaufmännischen und hauswirtschaftlichen Berufsfeldern
  • Verbesserung der bildungsmäßigen Voraussetzungen, die zur Aufnahme einer Ausbildung erforderlich sind
  • Bewerbungstraining und Bewerbungscoaching
  • Übergangsmanagement zur Überleitung in Ausbildung oder EQ

 

Betriebliche Phasen

Ziel ist es, dass die Teilnehmer die im Rahmen der Projektansätze bzw. der Heranführung an den deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vermittelten fachtheoretischen bzw. praktischen Kenntnisse und Erfahrungen praktisch erproben können. Die Teilnehmer erfahren durch das Kennenlernen der betrieblichen Praxis den Arbeitsalltag in Deutschland unter realistischen Bedingungen. Die Teilnehmer sollen betriebliche Erfahrungen sammeln können zu beruflichen Tätigkeiten, betrieblichen Lern- und Arbeitsbedingungen, Kontakt zu Kunden und Mitarbeitern sowie Technologien und Arbeitsfelder.

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